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Warum solltest du einen Onlinekurs machen, wenn du Pflegemutter / Pflegevater bist?

Gabi Schmitt

Was bringt dir ein Onlinekurs?

 

Ich liebe Onlinekurse. Warum? 

Tatsächlich bin ich sogar ein richtiger Onlinekurs-Junkie. Meistens mache ich mehrere Kurse gleichzeitig. Ich liebe es. Da ist so vieles, was ich wissen will, was mich interessiert und wo ich einfach neugierig bin. Aber ich mag so gar keine festen Termine. Irgendwie stören die mich in meiner Freiheit, in meinem selbstbestimmten Tagesablauf. Ich will nicht jeden Donnerstag Abend um 18 Uhr in irgendeinem Unterricht sitzen mit Leuten, die ich vielleicht gar nicht mag und mit einem Dozenten, der mir meine Fragen nicht beantworten kann und mich eher zum Einschlafen bringt. 

Mit kleinem Kind an der Uni bin ich da oft an meine Grenzen gestoßen. Ich hatte den wundervollsten Babysitter der Welt: meinen Schwiegervater. Ich wusste, dass mein Kind bestens versorgt wird, während ich mir in irgendeinem Hörsaal graues Theoriewissen aneignete. Trotzdem…. an manchen Tagen wollte ich einfach daheim bleiben, weil mein Kind kränkelte, ein Geburtstag anstand oder ich lieber das gute Wetter für einen langen Spaziergang nutzen wollte. 

 

Selbstbestimmte Weiterbildung bedeutet für mich auch, dass ich lerne, wann ich das will und wie lange ich das will. Manchmal brauche ich zwischen einzelnen Lektionen etwas Zeit, um alles sacken zu lassen. Oder ich bin so gestresst, dass ich einfach nur aneinanderhängende Sätze in mein Hirn klopfen würde, ohne den Sinn dahinter zu verstehen. Nein, da ist mir Lernen in meinem eigenen Tempo lieber – und zwar dort, wo ich wirklich gerne bin, zum Beispiel auf meinem Balkon oder in meinem Garten.

 

Meine Vision ist es, Pflegekindern bzw Kindern zu helfen. 

Wie macht man das am besten? Indem man die Pflegeeltern dabei unterstützt, ihre Kinder zu verstehen. Das ist gar nicht so einfach. Man hatte ursprünglich den Wunsch, einem Kind aus schwierigen Verhältnissen ein sicheres, liebevolles Zuhause zu bieten. Dabei hatte man natürlich auch ein Bild vor Augen. Seien wir mal ehrlich, das war dann wahrscheinlich das Bild einer (annähernd) perfekten Vorzeigefamilie. Und dann trifft uns die Realität umso härter. Die Kinder reagieren im alltäglichen Zusammenleben einfach nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Stattdessen mischen sie das Familienleben ganz schön auf. Wo wir ein liebevolles Miteinander sehen wollten, herrscht plötzlich Schreierei, Bockerei und Verweigerung. Freunde und Bekannte reiben uns unter die Nase, dass sie es ja schon immer gesagt haben. Jeder weiß es irgendwie alles viel besser. Leider auch die eigene Verwandtschaft, was zu Streit und Zerwürfnissen führt. Und wir verstehen die Welt nicht mehr. Wir wollten doch nur Gutes tun, warum sträubt sich dieses Kind so sehr dagegen?

Nun, das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Nicht in zwei Sätzen bei Facebook, nicht in vier Stunden Therapie und nicht in einer mehrtägigen Diagnostik im SPZ. Denn das eine sind Fakten und Überlegungen, die aus dem Verstand kommen. Damit kommt man zwar schon weit, aber nicht so weit, wie man es manchmal braucht. Man braucht nämlich noch etwas anderes: Gefühle, Bauchgefühl, Intuition. Wahrscheinlich denkst du jetzt: Na, dann brauche ich doch auch gar keinen Kurs dafür? 

Doch, weil wir leider zunehmend verlernt haben, auf unser Gefühl zu hören. Noch schlimmer, oft nehmen wir es gar nicht mehr wahr, weil sich sofort der Verstand über diese allererste Wahrnehmung schiebt. Kein Kind gleicht dem anderen. Jedes Kind hat eine andere Erfahrung gemacht.  Wie soll es denn da ein Patentrezept für alle geben?

 

 

 

Was möchte ich dir in meinen Kursen vermitteln?

Zuerst einmal möchte ich in dir Verständnis für die Reaktionen deines Kindes wecken. Pflegekinder haben einen anderen Lebenslauf als Kinder, die behütet bei Mama, Papa, Oma und Opa aufgewachsen sind. Alleine die Tatsache, dass sie nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben dürfen, zeigt schon an, dass sie etwas sehr Schmerzhaftes erleben mussten. Daraus haben sie ihre eigenen Erkenntnisse gezogen, die vielleicht nicht immer korrekt sind, in ihren Augen aber durchaus Sinn machen. Ihr Verhalten hat also einen „guten Grund“. Den kennen wir aber erst mal nicht. Wenn wir also nur auf ihr Verhalten reagieren, das uns nicht passt und das wir abändern möchten, denken wir zu kurz. Wir reagieren nur auf etwas Äußerliches. Wichtig ist aber für das Kind (und für uns), dass wir VERSTEHEN. Was braucht DIESES Kind JETZT?`

Auch wenn ich dein Kind nicht kenne, dich nicht und auch dein Umfeld nicht, so kann ich dir doch  erläutern, wie du zu diesem Verständnis kommst. Ich selbst war ein Pflegekind, das nicht verstanden wurde. Niemand konnte die Symptome deuten und deshalb bekam ich auch keine Hilfe. Bei meinen eigenen Pflegekindern konnte ich über Jahre hinweg sehen (und fühlen), welchen Effekt frühe Bindungsstörungen und Traumatisierungen haben. Trotzdem musste ich es Außenstehenden und sogar Fachleuten immer und immer und immer wieder erklären. Was für mich ganz klar war, wurde oft falsch interpretiert. Und hätte in Folge auch zu falschen Entscheidungen führen können. 

 

 

Nur mit dem Verstehen des guten Grundes kann sich das Verhaltens des Kindes auch ändern, weil dann die richtigen Maßnahmen getroffen werden können. 

 


Coaching ist keine Therapie (und ersetzt sie selbstverständlich auch nicht). 

Ich persönlich verstehe Coaching als Hilfe zur Selbsthilfe. Und genau das kann man auch in Onlinekursen vermitteln:

  • Zusammenhänge aufzeigen, 
  • die richtigen Fragen stellen, 
  • zu neuen Gedankengängen anregen,
  • festgefahrene Glaubensmuster wahrnehmen
  • und überprüfen,
  • realistische Ziele festlegen,
  • Erfolge würdigen,
  • positive Momente vermehren,
  • Kraftorte finden.

Falls du interessiert bist, kann du dir ja in Ruhe meine Onlinekurse anschauen:

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