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Kinder brauchen einen sicheren Ort

Gabi Schmitt

Kinder brauchen einen sicheren Ort

Gerade Kinder, deren Leben bisher keinen sicheren Ort kannte, brauchen diese Sicherheit, um Vertrauen ins Leben (langsam) aufbauen zu können. Manchmal muss man schon ganz schön kreativ werden, um ihnen zu zeigen, dass nicht die ganze Welt unsicher, von Gewalt geprägt und grenzüberschreitend ist. Je schlechter die Erfahrungen sind, die sie schon im frühen Alter machen mussten, umso herausfordender kann es werden, einen Gegenpol zu finden.

Was zeichnet einen sicheren Ort denn überhaupt aus? 

  • man kann dort entspannen, weil keinerlei Gefahr droht
  • er ist BEschützend, wenn draußen die ganze Welt zusammenbricht
  • man fühlt sich sicher und
  • gewinnt dadurch (wieder oder erstmalig) viel Kraft

Also vor allem die Komponenten Sicherheit, Schutz, Entspannung und Kraft tanken stehen im Mittelpunkt. Das Gegenstück zu alledem, was die Kinder bisher lernen durften. Das macht einen sicheren Ort als neue Erfahrung so wichtig.

Wie sieht dieser sichere Ort aus?

Vielleicht ist dieser sichere Ort ein realer Ort, der tatsächlich existiert. Das kann zum Beispiel das Haus der Oma sein, in dem das Kind im Ernstfall Zuflucht suchen kann. Oder das Kinderzimmer der besten Freundin. Oder vielleicht auch nur die selbstgebastelte Höhle aus Wolldecken und Kissen in einer Ecke des Zimmers.

Vielleicht ist dieser sichere Ort aber auch ein imaginärer Ort in der inneren Vorstellung des Kindes. Kinder haben viel Phantasie und so können ganz wundervolle innere Bilder entstehen. Wichtig: ein Kind braucht dann natürlich auch viel Zeit, um diese innere Welt auch entstehen lassen zu können. Tagträumen ist so wichtig, dass man einfach auch Raum dafür schaffen muss – also Zeit, die nicht verplant wird und in der das Kind auch tatsächlich Ruhe hat.

Und vielleicht ist der innere sichere Ort auch eine Kombination aus beiden Elementen? Ein ursprünglich realer Ort, den das Kind in seiner Phantasie wieder auferstehen lassen kann. Die vielen guten Gefühle, die es damals empfunden hat, können reaktiviert werden, wenn es sich die Szenen wieder ins Gedächtnis ruft. Vielleicht ist es der Duft von frisch gebackenem Kuchen wie damals an den Sonntagen bei Oma und Opa. Oder vielleicht der warme Vanillepudding, der nach Trost und Unterstützung schmeckt. Was auch immer es ist, es ist so wichtig, dass diese Verbindungen gesucht und verstärkt werden, weil sie eine enorme Ressource bilden.

Im besten Falle dient natürlich die Pflegefamilie als sicherer Ort. Eltern, bei denen sich die Kinder geborgen und sicher fühlen. Grundbedürfnisse, die endlich erfüllt werden. Strukturen und Rituale, die ein solides Grundgerüst im alltäglichen Leben bieten.

Heilung geschieht über positive Erfahrungen.

Liebe ist die Voraussetzung dafür.   

Lies mehr dazu unter: www.pflegekinder-life.de/intuition 

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