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Jedes gemeinsame Lachen zählt positive Punkte auf das Bindungskonto ein.

Gabi Schmitt

Jedes gemeinsame Lachen zählt positive Punkte auf das Bindungskonto ein.

Bindung – ohne sie geht gar nix. Jedes lustige Spiel, jede gemeinsame Hausarbeit, jedes tiefe Gespräch und jede tröstende Umarmung sorgt für Pluspunkte auf dem unsichtbaren Bindungskonto.

Gerade für Pflegekinder mit Bindungsproblemen ist das enorm wichtig. Mindestens einen Bindungsabbruch haben sie ja schon erlebt. Deshalb ist es umso bedeutender für sie, trotz schlechter Erfahrungen wieder Vertrauen entwickeln zu können. Das geht nicht Knall auf Fall, sondern braucht viel Zeit und Geduld. Die Bühne für positive Bindungserfahrungen stellt dabei der ganz normale Familienalltag dar. Alles, was man gemeinsam macht und positive Gefühle auslöst, hilft dabei. Deshalb ist es für Pflegemütter und Pflegeväter interessant, ihre eigene innere Einstellung zu überprüfen. Ja, das Leben mit Kindern stellt einen oft vor große Herausforderungen und Aufgaben. Das Leben ist stressig und es ist immer so viel zu tun. Es wird etwas einfacher, wenn man von „Ich muss…“ zu „ich darf…“ wechselt. 

„Ich muss….“ wird zu „Ich darf…“

Seien wir mal ehrlich: wie oft denken wir „Ich muss noch die Wäsche machen. Mensch, schon wieder fünf Wäschekörbe voll“ oder „Ich muss heute noch kochen und einkaufen. Das wird zeitlich wieder ganz schön eng“? Ein anderer Gedanke erzeugt auch ganz andere Gefühle. „Ich freue mich drauf, den Kleinen wieder etwas Leckeres zu Mittag auf den Tisch stellen zu können.“ Oder „Ich darf wieder mit den Kindern gemeinsam das Wohnzimmer aufräumen, weil wir so toll dort gespielt haben“. 

Ein anderer Gedanke erzeugt auch andere Gefühle.

Die Zeit, die wir uns nehmen, um den Alltag gemeinsam mit unseren Kindern zu erleben, die trägt Früchte. Kleinere Kinder schlagen noch mit Begeisterung mit dem Schneebesen auf die Töpfe ein, während Mama die Küche aufräumt, oder „helfen“ beim Kochen und Wäschewaschen. Bei älteren Kindern bringt das Einkaufen und die Fahrt zum Supermarkt so viele Gelegenheiten zum Reden – die besten Gespräche finden bei uns nicht nur in der Küche, sondern auch auf Autofahrten statt. Blumen pflanzen im Frühjahr und Kürbisse aushöhlen im Oktober – all diese gemeinsam verbrachte Zeit schafft Erinnerungen. Aber auch jeder Schnupfen und jedes Bauchweh schafft Möglichkeiten. Mama darf dann Tee oder Kakao kochen, ein Kirschkernkissen reichen und mit dem kranken Kind das Kinderprogramm im Fernsehen schauen. Das „bindet“ zusammen. 

Gemeinsam verbrachte Zeit „bindet“ zusammen

Wir müssen uns nicht um unsere Kinder kümmern, wir dürfen es. Was für ein Geschenk.

 

 

 

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